Historisch-politische Bildung an Gedenkstätten
Wir entwickeln und unterstützen antiziganismuskritische historisch-politische Bildung an Gedenkstätten und anderen Lernorten. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der Verfolgungsgeschichte der Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus, ihren Kontinuitäten sowie den Kämpfen der Bürgerrechtsbewegung bis heute.
KogA bietet Seminare, Workshops, Vorträge, Rundgänge und Vernetzung an und nutzt dabei vielfältige Methoden, um die Auseinandersetzung mit Orten, Akteur*innen, Ereignissen und Entwicklungen der antiziganismuskritischen Bildung im Gedenkstättenkontext zu fördern.
Themen der Rundgänge und Seminare an der Gedenkstätte Bergen-Belsen
- Solidarisch gegen Antiziganismus – die Gedenk- und Protestveranstaltung der Sinti* und Roma* 1979 in Bergen-Belsen als Beispiel einer Bürgerrechtsbewegung in Deutschland
- Keine Stunde Null! Der fortgesetzte Antiziganismus nach 1945
- Die Verfolgung der Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus am Beispiel Bergen-Belsen
Diese Formate beleuchten historische Orte, Biografien und Ereignisse, etwa die Gedenk- und Protestveranstaltung „In Auschwitz vergast, bis heute verfolgt“ vom 27. Oktober 1979 an der Gedenkstätte Bergen-Belsen, und thematisieren die mangelnde Anerkennung des NS-Völkermords, die fortgesetzte Diskriminierung nach 1945 sowie die Erfolge der Bürgerrechtsbewegung. Außerdem wird der bis heute fortwirkende Antiziganismus im Widerspruch zur Vielfalt von Selbstorganisationen und erinnerungskulturellen Initiativen beleuchtet. Ziel ist es, Raum für kritische Reflexion und solidarische Perspektiven gegen Antisemitismus, Antiziganismus und Rassismus zu schaffen.
Kontinuitätsreflexive Ansätze
KogA legt großen Wert auf eine differenzierte Betrachtung der Nachwirkungen des nationalsozialistischen Antiziganismus und des Völkermords an Sinti* und Roma*. Wie diese Vergangenheit bis heute nachwirkt und zugleich Wandel geschieht, ist eine Fragestellung, die unsere Arbeit, insbesondere im Gedenkstättenkontext, prägt. Die Bildungsarbeit zeigt auf, wie unsere heutige Gesellschaft historisch geprägt ist, verbindet das mit aktuellen Phänomenen des Antiziganismus und zeigt, dass Veränderungen möglich sind - durch Verknüpfung von NS-Geschichte mit Themen wie Rassismus heute, Erinnerungskultur und gesellschaftliche Teilhabe.
KogA legt großen Wert auf partizipative Methoden. Wir arbeiten mit historischen Quellen, Biografien, partizipativer Gesprächsführung, selbst- und gesellschaftsreflexiven Methoden in Gruppen- und Einzelarbeit und Methoden die eine kritische Reflexion von Kontinuitäten anregen.
Bildungsangebote wie Seminare oder Rundgänge werden laufend angepasst, um in Gedenkstätten, Kommunen, Schulen oder Vereine zu passen. Interessierte Gruppen oder Personen können uns gerne kontaktieren für maßgeschneiderte Workshops, Vorträge oder Rundgänge.
